Baby Blues

  • postpartales Stimmungstief
  • Heultage
  • Postpartale Stimmungskrisen

Der Baby Blues ist eine Phase der Niedergeschlagenheit nach der Geburt, die im Normalfall nach ein paar Stunden oder Tagen verschwindet.

Nach der Geburt des Babys ist alles neu. Die Frau macht die Wandlung von der Schwangeren zur Mutter durch. Das Leben wird durch neue Routinen wie Wickeln und Stillen bestimmt. Und dann verändert sich auch noch der Körper der Wöchnerin nach der Geburt. Eine Menge Veränderungen, die es erst einmal zu verarbeiten gilt.

Das und eine erhöhte Sensibilität kann zu starker Emotionalität und damit zu einem postpartalen Stimmungstief führen. Die Symptome für den Baby Blues sind unter anderem Traurigkeit, Stimmungsschwankungen, Weinen, Erschöpfung, Besorgnis oder auch Schlaf- und Appetitstörungen.

Die körperlichen Veränderungen sorgen noch zusätzlich für Frust. Die Hormone werden umgestellt und das Einsetzen der Milchbildung, beziehungsweise des Milcheinschusses, ist für viele Wöchnerinnen unangenehm. Dazu leiden viele unter erhöhtem Schwitzen, da die Wassereinlagerungen wieder aus dem Körper verschwinden.

Die Symptome, sowohl körperlich als auch seelisch, sind ein natürlicher Anpassungsprozess des Körpers. Es gibt keinen Grund, sich damit schlecht zu fühlen. Viele Frauen glauben, dass sie dem Klischee der immer fröhlichen Mutter entsprechen müssen. Das ist jedoch überhaupt nicht nötig, gerade wenn man bedenkt, dass fast alle Frauen nach einer Geburt unter ähnlichen Symptomen leiden. Es ist wichtig, diese Gefühle nicht zu verschweigen. In einem solchen Moment ist es notwendig, Unterstützung zu bekommen, sowohl moralisch wie auch als direkte Hilfe bei verschiedenen Aufgaben. Sprich daher offen mit deinem Partner, der Familie oder Freunden darüber.

Für die Wöchnerin ist es auch eine Phase, in der sie Zeit für sich selbst nehmen muss. Gesunde Ernährung, Bewegung und stimmungsaufhellende Kräutertees wirken dabei unterstützend.

Außerdem hat der Baby Blues auch seine positiven Effekte: Durch die erhöhte und ganz natürliche Sensibilität soll zwischen Mutter und Kind leichter eine Verbindung und Liebe aufgebaut werden. So ist beispielsweise auch das Geruchsempfinden gestärkt, wodurch die Wöchnerin ihr Baby ganz leicht am Duft erkennen kann. So schenkt die Mutter dem Neugeborenen die Aufmerksamkeit, die es braucht.

Wenn der Baby Blues länger als zwei Wochen anhält, sollte mit der Hebamme oder der Frauenärztin gesprochen werden. Bei einer geringen Zahl von Frauen kann sich aus dem Baby Blues eine Wochenbettdepression entwickeln.