Bonding-Bad

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Das Bonding-Bad ist ein therapeutisches Bad für Mutter und Kind. Es holt den natürlichen Geburtsvorgang nach und hilft bei der Bildung des Urvertrauens

Eine Geburt kann sehr unterschiedlich verlaufen. Nicht nur lange oder schwierige Geburten können für das Baby und die Mutter belastend sein. Auch eine schnelle Geburt oder eine Trennung ist kompliziert. Das Bonding Bad hilft der Mutter und dem Neugeborenen dabei, eine starke Bindung zueinander aufzubauen und Traumata zu lösen. Daher ist es gerade nach einer schweren Geburt ratsam, es anzuwenden. Entwickelt wurde das Bonding-Bad von der Hebamme Brigitte Meissner.

Optimal ist es, das Bonding-Bad möglichst zeitig nach der Geburt durchzuführen. Wurde dieser Zeitpunkt verpasst, ist es auch noch Monate später möglich.

Um ein Bonding-Bad durchzuführen, wird erst einmal viel Ruhe benötigt. Die Mutter macht es sich dafür im Bett gemütlich. Der Partner oder die Hebamme baden derweil das Baby. Wenn ausreichend Platz vorhanden ist, wird das Baby in der Badewanne oder dem Badeeimer direkt neben dem Bett gebadet. Danach wird das Neugeborene nass auf den nackten Oberkörper der Mutter gelegt. Mutter und Kind werden dann gut zugedeckt, damit das Baby nicht auskühlt. Wenn das Baby nicht gestillt wird, sollte eine Flasche neben dem Bett bereitstehen. Oft kommt es vor, dass das Neugeborene in diesem Moment einen verstärkten Wunsch nach Stillen hat oder auch vermehrt weint.

Dieser Vorgang ist quasi das Nachholen der natürlichen Geburt. Das therapeutische Bad hat eine Tiefenwirkung, die die Basis für das Urvertrauen des Kindes bildet. Auch wenn es nicht direkt nach der Geburt auf den Körper der Mutter gelegt wurde, kann es mit dieser Methode das Gleiche nachempfinden und die identischen positiven Erfahrungen machen. Des Weiteren werden so körperliche Spannungen leichter gelöst und möglichen Schuld- oder Versagensängsten der Mutter wird entgegengewirkt. Es ist eine heilsame und beruhigende Erfahrung für Mutter und Kind.

Obwohl es Bad genannt wird, ist es eigentlich ein intensives „Kuschelerlebnis“, das dem Kind nach einer komplizierten Geburt ein sanftes und liebevolles Ankommen in der neuen Welt schenkt.

Ein Bonding-Bad kann sehr intensive Gefühle bei der Mutter auslösen, die ganz unterschiedlich sein können. Diese Gefühle sollten unbedingt zugelassen werden, da das Heilbad nur so seine volle Wirkung entfaltet und die gewünschte Verbindung aufgebaut beziehungsweise intensiviert wird.

Es ist ratsam, das Bonding-Bad circa vier bis fünf Mal in einem wöchentlichen Abstand durchzuführen.

Auch wenn ein Bonding Bad nach jeder Geburt durchgeführt werden kann, ist es bei den folgenden Voraussetzungen besonders ratsam: Kaiserschnitt, Zangengeburt, Saugglockengeburt, schnelle oder langsame Geburt, Trennung von der Mutter nach der Geburt, Stillschwierigkeiten, ausgeprägtem Baby Blues, Wochenbett-Depression und der Abwesenheit von Muttergefühlen.