Schwarze Pädagogik

  • Pädagogik der Aufklärung
  • gewaltvolle Erziehungsmethoden

Schwarze Pädagogik ist ein negativer und eher populärwissenschaftlicher Sammelbegriff für Erziehungsmethoden, die mit Gewalt, Erniedrigung und Isolation arbeiten.

Die schwarze Pädagogik, ein Begriff geprägt von Katharina Rutschky und weiterentwickelt von Alice Miller, beschreibt all jene Erziehungsmethoden, die darauf ausgerichtet sind mithilfe von Gewalt (psychisch oder physisch) oder Ausübung von Macht, Erniedrigung oder Erpressung den Willen von Kindern zu brechen und sie somit zu „erziehen“.

Mit der Zeit der Aufklärung und spätestens zu Beginn des 19. Jahrhunderts, erlebten diese brachialen Erziehungsmethoden ihre Blütezeit. Zugrunde lag ihnen allen der Glaube an ein bösartiges Wesen der Kinder und die fast wahnhafte Überzeugung davon, dass man Kinder nach Belieben dressieren könne wie Zirkustiere.

Zu gängigen Methoden der schwarzen Pädagogik gehören zum Beispiel körperliche Züchtigung, Demütigung, Herabsetzung, Strafen oder Isolation.

Auch viele moderne Erziehungsmethoden stehen unter dem Einfluss schwarzer Pädagogik. Berühmt-berüchtigte Beispiele sind der stille Stuhl, die Auszeit im Kinderzimmer, Strafen bei Fehlverhalten oder Liebesentzug durch die Eltern.